Psychosoziale Beratung, Psychologie, Psychotherapie und Psychiatrie

Beratung will gelernt sein!
Aber Wer macht eigentlich Was?

Psychische Gesundheit ist wichtig für unser Wohlbefinden und ein wichtiger Teil der medizinischen Gesamtversorgung. Transparenz und Verständnis sind mir sehr wichtig. Sie sollen wissen wer Sie in Österreich, in einer bestimmten Situation, am besten Unterstützen kann und an wen Sie sich in den unterschiedlichsten Fällen wenden können oder sollten. Hier sind schon einmal die wesentlichen Punkte und Unterschiede für Sie zusammengefasst. Es gibt die Psychologie, die Psychotherapie, die Psychiatrie und die Psychosoziale Beratung / Lebens- und Sozialberatung.

Gerne können wir gemeinsam Ihren Bedarf auch in einem kostenlosen Erstgespräch via Zoom abklären.

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Welche Unterschiede gibt es hier genau?

  • Psycholog:innen befassen sich mit der Diagnostik, Behandlung und Begleitung von psychischen Erkrankungen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt in der genauen Erfassung psychischer Eigenschaften. Dies umfasst z.B. die Konzentrations-, Gedächtnis-, Lern- und Denkleistung, aber auch welche Beschwerden vorliegen und welches Krankheitsbild diese ergeben können. Eine Psychologie-Ausbildung in Österreich beginnt mit einem universitären Bachelor- und Masterstudium. Wer als Klinische:r Psycholog:in oder Gesundheitspsycholog:in arbeiten möchte, braucht nach dem Studium eine spezielle Zusatzausbildung nach dem Psychologengesetz.

  • Die Psychotherapie ist ein eigenständiges, gesetzlich geregeltes Behandlungsangebot für Menschen mit psychischen Erkrankungen, seelischen Krisen oder länger andauernden emotionalen Belastungen. Im Mittelpunkt steht das therapeutische Gespräch und die Beziehung zwischen Patient:in und Therapeut:in. Ziel ist es, belastende Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster besser zu verstehen und schrittweise zu verändern. Psychotherapie ist meist auf einen längeren Zeitraum angelegt und entwickelt sich individuell entlang der persönlichen Themen und Ziele. Ausbildung in Österreich beginnt mit einem Bachelorstudium bis Masterstudium in Psychotherapie, praktische und theoretische Vertiefung in einer anerkannten psychotherapeutischen Methode – Methodenspezifische Fachausbildung.

  • Psychiater:innen sind Fachärzt:innen für Psychiatrie mit einem absolvierten Medizinstudium. Sie sind auf psychische Erkrankungen spezialisiert. Ihr Schwerpunkt liegt auf der medizinischen Diagnostik und der Behandlung von psychisch stark ausgeprägten Erkrankungen. Ein wichtiger Unterschied zur Psychologischen Begleitung und zur Psychotherapie ist, dass Psychiater:innen Medikamente verschreiben und krankschreiben dürfen. Eine Zusammenarbeit mit Psychotherapeut:innen oder Psycholog:innen ist oft der Fall. Insbesondere bei sehr komplexen oder schweren Erkrankungen.

  • Psychosoziale Berater:innen / Lebens- und Sozialberater:innen beraten, begleiten und betreuen Menschen, bei denen keine psychischen Störungen bzw. Erkrankungen vorliegen, in Entscheidungs- und Problemsituationen.

    Ihre Beratungsleistungen betreffen sowohl individuelle als auch soziale Problemfelder. LSB bieten durch ihre Beratungsunterstützung Hilfe zur Selbsthilfe. Zum Beispiel bei Problemen wie Angst oder Einsamkeit, Krisensituationen, Sexualproblemen, Trauer, Stress, Partnerschafts- und Familienproblemen oder Erziehungsproblemen sowie bei Entscheidungsschwierigkeiten. Wie z.B. Ausbildungs- und Berufswahl, beim Arbeitsplatzwechsel oder bei der Lebensplanung.

    Psychosoziale Berater:innen berücksichtigen die aktuelle Lebenssituation ihrer Klient:innen möglichst umfassend. Wichtig ist dabei, dass es sich ausschließlich um Beratung und nicht um Diagnostik oder Therapie handelt. Daher wird hier auch gerne mit Ärzt:innen, Psycholog:innen und auch Jurist:innen zusammen gearbeitet oder Rat suchende Personen werden an diese weiter geleitet.

    Die Ausbildung wird von zertifizierten Akademien und Instituten angeboten und entspricht dem Niveau eines Bachelors oder einer Meisterprüfung und ist in Österreich über die Lebens- und Sozialberater-Verordnung geregelt, diese führt zu einem reglementierten Gewerbe.

    Die WKO empfiehlt offiziell die Bezeichnung „Psychosoziale/r Berater:in“ oder „Lebens- und Sozialberater:in um eine Abgrenzung zur klinischen Psychologie oder Psychotherapie zu wahren. Daher finden Sie die Bezeichnung „Psychologische/r Berater:in“ nicht auf meiner Website.
    https://www.wko.at/wien/gewerbe-handwerk/personenberatung-betreuung/psychosoziale-beraterin-psychosozialer-berater.pdf

Und dann gibt es noch das Coaching und das Training.

Ein:e Coach:in bietet Begleitung bei persönlichen oder beruflichen Fragestellungen an und den damit verbundenen Prozessen. Bei einem professionellen Coaching im Sinne der Prozessbegleitung wird vorurteilsfrei und ohne Fokus auf eine explizite Wissensweitergabe begleitet. Hinzu kommt, dass „Coach“ bisher keine geschützte Berufsbezeichnung ist. Jeder kann sich selbst als Coach bezeichnen, auch ohne eine fundierte Coaching Ausbildung.

Trainer:innen in der Erwachsenenbildung vermitteln in Kursen, Seminaren, Schulungen und Lehrgängen Wissen und Kompetenzen in unterschiedlichen Bereichen. Wie zum Beispiel zu fachlichen Themen, Sprachen, Soft Skills oder methodischen Fähigkeiten. Sie unterrichten sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen, Abteilungen oder Teams von Organisationen und Unternehmen. Es gibt diverse Trainer Ausbildungen bei verschiedenen Anbietern. Bereits erworbene Kompetenzen und Qualifikationen kann man anerkennen und zertifizieren lassen, z.B. durch ein wba-Zertifikat oder ein wba-Diplom.

Ich persönlich finde dieses vielfältige Auffang-Netz aus spezialisierten Angeboten von Fachleuten in Österreich sehr gut. So kann jeder Mensch die für sich passende Auswahl treffen und dort die Hilfe und Unterstützung finden die er gerade benötigt.

Die Wartezeiten auf einen Therapieplatz oder einen Termin dauern leider oft sehr lange aber nicht immer sind auch gleich eine Therapie oder ein Arzt notwendig. Daher lohnt es sich Bescheid zu wissen WER hier WAS anbietet und für Sie tun kann! Ich denke, dass dieser Überblick hier sehr hilfreich sein kann, da es öfters Missverständnisse, Fehlinformationen oder falsche Erwartungen in Bezug auf das große Beratungsangebot gibt.

Oft geht es einem schon nach wenigen Gesprächen besser und man sieht wieder ein Licht am Ende des Tunnels, erhält Tipps und profitiert von einer neuen Sichtweise. Daher nutzen Sie auch die vielseitigen Angebote der Lebens- und Sozialberater:innen / Psychosoziaolen Berater:innen – Wir begleiten Sie gerne und professionell ein Stück auf Ihrem Weg.